Online Werbung für Anwälte und Kanzleien

Ein prognostizierter Umsatz von über 20 Milliarden Euro im Jahr 2020, doch scharfe Kritik der Mandanten an überhöhten Kosten bei mangelnder Transparenz und Planbarkeit: Das sind die wichtigsten Rahmenbedingungen, denen sich Rechtsanwaltskanzleien in Deutschland zunehmend ausgesetzt sehen. Ein gut durchdachtes Onlinemarketing kann helfen, sich von der Konkurrenz abzuheben und für Neukunden noch interessanter zu werden. Eine Abstimmung des Marketings auf die Besonderheiten der Branche ist dabei essenziell.

Unzufriedene Mandaten zeigen Handlungsbedarf

Rechtsanwälte aller Fachrichtungen müssen sind in den kommenden Jahre auf einer Verschärfung der Konkurrenz am Markt einrichten. Zwar wird der Umsatz der Branche nach Ansicht von Statista bis zum Jahr 2020 kontinuierlich auf über 20 Milliarden Euro jährlich steigen. Doch schon heute ist bekannt, wo die Klienten Verbesserungspotenzial in den Kanzleien sehen und wo man sich Optimierungen wünscht. So wird zum Beispiel unternehmerisches Denken vermisst. Damit einher geht ein wenig verständlicher Abrechnungsprozess. Die Kosten erscheinen unverhältnismäßig hoch, jegliche Planbarkeit wird dadurch im Keim erstickt. Auch das Rechtsanwaltsgebührengesetz mit seinen neuen Vorgaben konnte hier offenbar keine Klarheit schaffen. Sollte es in Zukunft nicht gelingen, werden zunehmend unzufriedene Kunden nach alternativen Lösungen suchen. Diese stehen bereits in den Startlöchern.

Eine lukrative Branche im Umbruch

Wer als Rechtsanwalt in Deutschland tätig werden will, muss ein mehrjähriges Jurastudium auf sich nehmen. Bis vor wenigen Jahren galt das Studium zwar als sehr hart, doch die beruflichen Aussichten waren glänzend. Ein angehender Junganwalt musste nicht einmal den riskanten Weg in die Selbständigkeit gehen und eine eigene Kanzlei eröffnen, denn schon im Angestelltenverhältnis ließen sich attraktive Vergütungen aushandeln, mit denen ein gehobener Lebensstandard möglich war. Doch die Branche steht vor gravierenden Änderungen. Mehr und mehr macht sich die Konkurrenz durch Mediatoren bemerkbar. Eine einschlägige und themenspezifische Ausbildung zum Mediator erfordert kein Jurastudium. Doch viele Streitigkeiten im privaten und im wirtschaftlichen Bereich lassen sich im Interesse aller Beteiligten gut durch eine Mediation lösen, so dass es gar nicht erst zu einer juristischen Auseinandersetzung kommen muss. In Zukunft müssen selbst erfahrene Anwälte damit rechnen, potenzielle Neukunden an Mediatoren zu verlieren. Ein durchdachtes Internetmarketing kann helfen, sich als Kanzlei noch besser am Markt zu platzieren und den Kampf und Mandanten zu gewinnen.

Onlinemarketing als Bestandteil der Unternehmensstrategie

Eine aussagekräftige Internetpräsenz ist heute ein integraler Bestandteil jeder zukunftsorientierten Strategie. Dabei geht es nicht allein darum, das Marketing auf die Bedürfnisse der internetaffinen Mandanten auszurichten. Vielmehr wollen alle Bausteine des Internetmarketings zu einer stimmigen Strategie zusammengesetzt werden und auf die Wünsche der Kunden zugeschnitten werden. Eine Internetpräsenz soll werbewirksam Informationen über ein Unternehmen geben, doch sie soll gleichzeitig die Verweildauer maximieren und das Interesse des Mandanten wechseln. Im besten Fall soll er angehalten werden, Kontakt mit der Kanzlei aufzunehmen. Abgerundet werden kann die Onlinepräsenz durch einen abgestimmten Auftritt in den sozialen Netzwerken. Dazu gehört natürlich auch eine gezielte Kundenansprache mit schnellen Reaktionszeiten auf potenzielle Anfragen. Und schließlich unterliegt jede Onlinemarketingstrategie den üblichen wirtschaftlichen Einschränkungen, denn sie soll kostengünstig und effektiv sein. Ein auf die speziellen Bedürfnisse der Branche ausgerichtetes Onlinemarketing ist die Voraussetzung für jede Kanzlei, sich zukünftig noch besser am Markt zu positionieren und sich umsatzwirksam von der Konkurrenz abzuheben.